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  19. September 2007  

Jiyan, „Internationalen Initiative zur Vermeidung von Zwangsheirat und Ehrenmord an kurdischen Frauen“ e.V.

   
     

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المادة 548 من قانون العقوبات  السوري
1­يستفيد من العذر المحل من فاجأ زوجه أو أحد أصوله أو فروعه أو أخته في جرم الزنا المشهود أو في صلات جنسية فحشاء مع شخص آخر فأقدم على قتلهما أو إيذاء أحدهما بغير عمد. ‏
2­يستفيد مرتكب القتل أو الأذى من العذر المخفف إذا فاجأ زوجه أو أحد أصوله أو فروعه أو أخته في حالة مريبة مع آخر

 
 
 

 

 

PressAngeblicher Ehrenmord


Bruder der toten Morsal O. vor Gericht

Sebastian Bronst, dpa, N24
Vor dem Landgericht Hamburg begann der Prozess um den sogenannten Ehrenmord an einer 16-jährigen Deutschen afghanischer Herkunft. Ihr 24-jähriger Bruder tötete sie wegen ihres Lebenswandels.

Ihre Freunde beschrieben die 16-jährige Deutsch- Afghanin aus Hamburg als offen, lebenslustig und selbstbewusst. Fotos von Morsal zeigen ein aufgeschlossenes Mädchen mit langen schwarzen Haaren und modischer Kleidung. Die 16-Jährige wollte so leben wie andere Jugendliche. Doch am Abend des 15. Mai streckte ihr älterer Bruder sie mit 23 Messerstichen in der Nähe eines U-Bahnhofs brutal nieder. Morsal verblutete auf einem Parkplatz. Ihr Tod sorgte bundesweit für Entsetzen. Am Dienstag begann vor dem Landgericht Hamburg der Prozess gegen den mittlerweile 24 Jahre alten mutmaßlichen Messerstecher aus dem engsten Verwandtschaftskreis.


Hinrichtung im Namen der Moral
In dem Verfahren um die angebliche Hinrichtung im Namen traditioneller Moralvorstellungen muss sich der junge Mann wegen Mordes verantworten. Heimtückisch und aus niederen Motiven habe er seine Schwester in einen Hinterhalt gelockt und ohne Vorwarnung erstochen, sagt Wilhelm Möllers, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg: "Wir gehen davon aus, dass er das Treffen zielgerichtet Schwester mehrmals zusammengeschlagen
Mehrmals soll ihr als aggressiv bekannter Bruder Morsal vor der tödlichen Attacke zusammengeschlagen haben. Er warf ihr einen angeblich unzüchtigen Umgang mit Männern vor, verurteilte ihren Kleidungsstil und verdächtige sie sogar, als Prostituierte zu arbeiten. Sie habe einen "völlig falschen Umgang" gehabt und er hoffe, dass sie tot sei, soll er direkt nach der Tat einem Taxifahrer anvertraut haben, in dessen Wagen er flüchtete. Nach seiner Festnahme wiederholte er sein Geständnis bei der Polizei.

Mehr zum Thema23-Jähriger tötet seine Schwester
Auch bei anderen Mitgliedern der Familie eckte Morsal immer wieder an. Einmal nahmen die Eltern ihre pubertierende Tochter aus der Schule, und brachten sie zurück nach Afghanistan. Mehrmals floh die junge Frau vor dem Druck in Jugendhilfeeinrichtungen. Aber freiwillig kehrte sie immer wieder zu ihrer Familie zurück - so auch kurz vor dem fatalen Treffen mit ihrem Bruder.

Behörden haben zu wenig für Morsals Sicherheit getan
Nicht zuletzt dieser Umstand sorgte in Hamburg nach der Tat für Diskussionen. Die Behörden hätten nicht genug für Morsals Sicherheit getan, kritisierten Medien. Der Senat verkündete ein Maßnahmenpaket, bewilligte mehr Geld für Beratungsstellen. In der Öffentlichkeit wird der sogenannte Hamburger Ehrenmord-Fall bis heute aufmerksam verfolgt. Zum Prozessauftakt hat die Frauenrechts- Organisation "terres des femmes" zur Demonstration vor dem Gericht aufgerufen.

Zumindest fraglich ist bislang, ob die blutige Tat eine kühl geplante Hinrichtung zur Wahrung traditioneller Werte war. Mit dem Fall einer Berliner Deutsch-Kurdin, die 2005 von ihrem Bruder wohl im Auftrag ihrer Familie exekutiert wurde, sei Morsals Tod nicht vergleichbar, meint Thomas Bliwier, der Verteidiger des jungen Mannes. "Die Dinge sind komplizierter."


Psychologische Gutachten sollen Klarheit bringen
Psychologische Gutachter werden an den zehn geplanten Prozesstagen wohl eine große Rolle spielen. Denn der Angeklagte gilt als eine hochproblematische, notorisch gewaltbereite Persönlichkeit. Die Staatsanwaltschaft hält den 24-Jährigen für voll schuldfähig. Allerdings hat auch sie keinen Zweifel daran, dass es sich um die Tat eines irregeleiten jungen Mannes handelt - und diese nicht mit einem von der Verwandtschaft gebilligten Ehrenmord verglichen werden kann. "Wir haben keine Erkenntnisse, dass die Familie in irgendeiner Weise beteiligt sein könnte", betont Möllers.

(Sebastian Bronst, dpa, N24)





 

     
 
 
     
 
   
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