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NAVEND –
Zentrum für Kurdische Studien e.V.
Einladung zur Konferenz
FÜR GESCHLECHTERDEMOKRATIE
Ressourcen kurdischer Frauen und ihrer Organisationen
Samstag, 30. Mai 2009, Köln Stolze Str.1a,
50674 Köln
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
die Lebenswirklichkeit kurdischer Frauen ist weitaus facettenreicher und
dynamischer als die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft zu glauben meint.
Dabei beschränkt sich diese fehlende Wahrnehmung nicht nur auf die
nicht-kurdische Öffentlichkeit, sondern herrscht auch innerhalb der kurdischen
Community vor, gleichwohl sie in den Herkunftsländern oder in der Migration lebt
Ungeachtet dessen haben sich insbesondere in den letzten Jahren zahlreiche
kurdische Frauenorganisationen gebildet, die einen Bewusstseinswandel in der
Gesellschaft fordern und sich für Geschlechterdemokratie und Chancengleichheit
einsetzen.
Welche Strategien bieten sie an? Wie sehen ihre Konzepte aus? Vor welchen
Herausforderungen stehen sie?
NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. richtet hierzu in Kooperation mit
der Plattform Kurdischer Frauen am Samstag, 30. Mai 2009 in Köln eine Konferenz
aus, zu der wir Sie herzlich einladen.
Die Veranstaltung erfolgt mehrsprachig und wird in die deutsche Sprache
übersetzt.
Anbei erhalten Sie das Programm nebst Anmeldevordruck als PDF-Datei. Um einen
möglichst großen TeilnehmerInnenkreis zu erreichen, wären wir für eine
Weiterleitung an mögliche Interessierte, Frauen und Männer, sehr dankbar.
Zur optimalen Vorbereitung würden wir uns über eine frühzeitige Anmeldung (per
Telefon, Fax, E-Mail oder auf dem Postweg) spätestens bis zum 27. Mai 2009
freuen.
Mit besten Grüßen
Jomana Djoumma
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NAVEND –
Zentrum für Kurdische Studien e.V.
Navend ji bo Lêkolînên Kurdî
Center for Kurdish Studies
Centre des Etudes Kurdes
Bornheimer Str. 20-22, D - 53111 Bonn
Tel.: +(0)228 / 65 29 00,
Fax: +(0)228 / 65 29 09
Email: info@navend.de
Internet: www.navend.de
Ob Künstlerinnen, Berufstätige oder Hausfrauen, Arbeiterinnen oder
Akademikerinnen:
Die Plattform Kurdischer Frauen umspannt ein weites Netz kurdischstämmiger
Frauen aus Europa und den kurdischen Gebieten. In ihren Biografien könnten sie
unterschiedlicher nicht sein, doch gemeinsam setzen sie sich für ihre Belange
als Kurdinnen und Frauen ein.
Das alljährliche Pfingsttreffen gehörte von Anfang an zum festen Bestandteil
dieses Netzwerks. In diesem Jahr kommen die „Plattform-Frauen“ vom 30. Mai bis
1. Juni im Tagungshaus „Casa Usera“ in Köln zusammen
und feiern ihr 15-jähriges Bestehen.
Ein willkommener Anlass für NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. zum
Auftakt dieses Jubiläumspfingsttreffens gemeinsam mit der Plattform Kurdischer
Frauen eine Konferenz unter dem Motto „Für Geschlechterdemokratie“ auszurichten.
Denn seit seiner Gründung im Jahre 1992 nahm sich NAVEND e.V. immer wieder des
facettenreichen Themas „Kurdische Frauen“ an. Seit Dezember 2006 befasste es
sich im Rahmen seiner bundesweit angelegten Projektreihe „Barrieren überwinden –
für gemeinsame Werte eintreten“ intensiv mit der besonderen Lebenssituation von
hier lebenden Kurdinnen. Von der Wissenschaft immer noch nahezu ausgeblendet,
bewegt sich die öffentliche Wahrnehmung kurdischer Frauen überwiegend innerhalb
der Trias Unterdrückung, Zwang und Gewalt. Sowohl in ihren Herkunftsländern als
auch in der Migration wird ihr Dasein oftmals auf eine „Opferrolle“ reduziert.
Als Handlungsfähige finden sie hingegen kaum Beachtung.
Folglich ist der
Öffentlichkeit verborgen geblieben, wie kurdische Frauen selbst ihren
Lebensalltag auf unterschiedliche Weise aktiv gestalten – sei es durch die
Entwicklung von vielseitigen Strategien zur Überwindung
von patriarchalischen Strukturen oder durch das Aufzeigen von Perspektiven für
ein gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter. Insbesondere in den letzten
Jahren haben sich in den Herkunftsländern wie auch in der Diaspora zahlreiche
Organisationen von Kurdinnen gebildet, die sich auf lokaler oder aber auch
transnationaler Ebene für ihre Interessen und Rechte stark machen. Zu der
Konferenz
Programm
16.00 h
:Anreise und Kaffee
16.15 h :Begrüßung und Einleitung
Die besondere Situation kurdischer Frauen in der Migration
Berivan Aymaz, Bonn
16.30 h
:Vorträge
Kurdische Frauenarbeit in KurdistanTürkei
Strategien, Stärken und Hindernisse Gülmay Ertunç, Van
Zur Lebenssituation der Frauen in Kurdistan-Iran
Malouk Caferi, Genf
Frauenarbeit als Entwicklungszusammenarbeit
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Projekte und Kampagnen in
Kurdistan-Irak am Beispiel von WADI e.V.
Arvid Vormann, Berlin Die Notwendigkeit von autonomen kurdischen
Frauenorganisationen
Sema Latife Güçlü, Hamburg
18.00 h Pause
Moderation: Jomana Djoumma
18.20 h
Gesprächsrunde und Podiumsdiskussion Geschlechterdemokratie –Nur eine Vision?
20.00
h
Sevgi Alpsen Binbir, Izmir
Gülseren Demirel, München
Cinur Ghaderi, Düsseldorf
Parvaneh Ghorishi, Frankfurt a.M.
Ferha Khalil, Langenhagen
Hatice Yasar, Suleymaniya
Programm
Buffet und Musik
Moderation: Berivan Aymaz
Gemeinsam mit Expertinnen und Frauerechtlerinnen
wollen wir den Blick auf die vorhandenen und genutzten, aber auch ungeschöpften
Ressourcen kurdischer Frauen
sowie ihrer Organisationen schärfen.
Die anschließende Podiumsrunde bietet den Rahmen zur Diskussion über die
wechselseitige
Beziehung von kurdischen Frauenorganisationen
in der Migration und in den Herkunftsländern sowie die Entwicklung gemeinsamer
Strategien und Konzepte für Chancengleichheit und Geschlechterdemokratie
innerhalb der kurdischen Gesellschaft.
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