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TatoVeranstaltungsreihe
„Zwangsheirat geht uns alle an!“
(organisiert in Kooperation mit dem Fachbereich Bildung
und Qualifizierung / VHS)
Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat November 2008
mit einem Haushaltsbegleitantrag beschlossen, mit
präventiven Maßnahmen Zwangsheirat zu ächten und
vorzubeugen. Dafür wurden der Kommunalverwaltung 30.000
€ aus dem Integrationsfonds zur Verfügung gestellt und
Prioritäten für die Umsetzung gesetzt. Daraus entstand
das Aktionsprogramm „Aktiv gegen Zwangsheirat
22.9.2009
Zwangsheirat hat
eine Vorgeschichte – Das Phänomen „Jungfräulichkeit“
Referentin: Fulya Kurun, Hannoversches
Interventionsprogramm gegen MännerGewalt in der Familie
(HAIP) / AG Zwangsheirat
21.10.2009
Migration und
Geschlechterrolle – Mütter und Väter im Wandel?
Referent: Prof. Dr. Ahmet Toprak, Fachhochschule
Dortmund
28.10.2009
Häusliche Gewalt
und Migrantinnen
Referentin: Dr. Brigitte Vollmer-Schubert
(Gleichstellungsbeauftragte der LHH)
2.11.2009
Zwischen
Zwangsheirat und Selbstbestimmung – Mädchenarbeit in
Berlin-Neukölln
Referentin: Sevil Yıldırım, Mitarbeiterin des Projekts
MaDonna Mädchenpower, Berlin
12.11.2009
Liebesehe
oder Zwangsheirat? – Von der arrangierten Ehe zur
Zwangsverheiratung
Referentin: Ina Jeske, M.A., Universität Augsburg
30.11.2009
Zwangsheirat-
Hinsehen Handeln Helfen
Referentin: Yıldız Demırer, Sozialpädagogin, Kargah e.V.
und Simin Nassiri, Soziologin, SUANA, Beratungsstelle
für von Gewalt betroffene Migrantinnen / Kargah e.V
Alle Veranstaltungen beginnen um 18:00 Uhr und finden im
Gobelinsaal im Neuen Rathaus statt – mit Ausnahme der
Vorträge am 2.11. und 12.11., weil diese Veranstaltungen
im Rahmenprogramm der Ausstellung „Starke Mädchen“ im
Bürgersaal (Neues Rathaus) stattfinden.
Eine Ehe, die gegen den freien Willen eines Menschen
geschlossen wird, ist eine schwerwiegende Verletzung der
persönlichen Freiheit, von der vor allem Mädchen und
junge Frauen betroffen sind. Vor diesem Hintergrund
müssen Zwangsverheiratungen als „Spitze des Eisberges“
psychischer und physischer Gewalt gegen Mädchen und
junge Frauen betrachtet werden. Zwar verstößt die
erzwungene Eheschließung eindeutig gegen geltendes Recht
in Deutschland wie auch gegen die
UN-Menschenrechtsabkommen:
„Eine Ehe darf nur aufgrund der freien und vollen
Willensbildung der zukünftigen Ehegatten geschlossen
werden.“ (Artikel 16 Allgemeine Erklärung der
Menschenrechte)
Dennoch werden die wenigsten Fälle strafrechtlich
verfolgt. Zwangsheiraten sind jedoch nicht als private
und kulturelle Angelegenheit zu legitimieren. Sie müssen
als patriarchalische Vorstellungen von Geschlechterrolle
und autoritäre Familienstrukturen, wie sie in einigen
Migrantenmilieus in Deutschland vorzufinden sind,
geächtet, verhindert und bestraft werden.
Seit 2006 ist das Thema Zwangsheirat ein
Arbeitsschwerpunkt im Sachgebiet „Integration, Politik
und Verbände“. Das Sachgebiet ist federführende
Geschäftsstelle für die ebenfalls seit 2006 tätige
Arbeitsgruppe gegen Zwangsheirat. Diese AG ist wiederum
Teil des „Runden Tisches gegen Männergewalt in der
Familie“ des Hannoverschen Interventionsprogramms (HAIP).
Sie veranstaltet seitdem Workshops und Fachtagungen,
entwickelt Beratungsstandards und führt seit 2008
Erhebungen über die quantitative Entwicklung von
Zwangsheirat in Hannover durch. Die HAIP-AG gegen
Zwangsheirat ist Kooperationspartnerin für Planung und
Durchführung des aktuellen Programms „Aktiv gegen
Zwangsheirat
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